Dienstag, 17. November 2009

da bin ich

Jetzt bin ich

jetzt bin ich
raus
jetzt bin ich
ungelenk, zerzaust
getrieben, abgeschoben
da
hockt mein Körper
immer noch
und schreit so laut wie allzumal
die immergleichen alten Frage
-zeichen
kanns doch nicht ändern
so ist Leben halt
ganz allgemein
banal.

und wenn am nächsten Tag
der Regen wieder schneit
die Sonne explodiert, ohne dass wirs merken
die Erdplatten wabern
um einen flüssigen Kern.

jetzt bin ich
da
und nirgendwo sonst
außer in Dir
(aber das wär etwas Anderes)
musst du verstehen...

da
schau ich tiefer
fühl ich näher
bin noch nicht sicher
was die Worte sind.

Krähengeheul
Nachtschattenunkraut
arbiträre Form von Energie,
Zeugen der Sonne, aus
Singularitäten geborene Unendlichkeit
in Zeit, zerstückelter Himmel, ver-
rückte Wirklichkeit, jenseits...

bin ich,
da
und weiß nicht was ich sage
woher es kommt
wohin es geht
warum verknüpft mit diesem, nicht jenem,
warum immer noch suchend, warum immer allein
und keine Frage verliert je ihre Bedeutung.

so bin ich
jetzt
drum sollt ich besser schweigen

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