Ausflug
Es lebte einmal eine Kuh auf einer Wiese. Sie hatte keine Freunde außer dem Gras zu ihren Füßen und dem Himmel über ihren Hörnern. Der Wind flüsterte ihr Träume von Liebe und Abenteuern zu und sie begann sich zu sehnen. Vor lauter Sehnsucht konnte sie nicht mehr schlafen und auch nicht mehr fressen. Eines Morgens war ihre Sehnsucht so groß, dass sie beschloss, auf Wanderschaft zu gehen. Sie lief und lief und lief und es gab nichts außer Himmel und Wiese. Als sie so lange gegangen war, dass sie entkräftet zu Boden sank, sah sie am Horizont einen Baum. Sie stemmte sich hoch und lief darauf zu. Je näher sie kam, desto mehr Bäume konnte sie ausmachen. Und bald war da ein ganzer Wald.
Sie folgte einem schattigen Pfad zwischen die Bäume. Alles war voller Leben. Es gab Vögel, Insekten, Mäuse und andere größere Tiere, die sie nicht kannte. Der Wald war erfüllt von Geräuschen, der Wind entlockte den Baumkronen seltsame Lieder, die Vögel sangen dazu im Geäst. Bienen und schillernde Fliegen schwirrten summend durch die Luft, Grillen zirpten, Laub und vertrocknete Äste knirschten bei jedem Schritt. Die Kuh ging umher und staunte, die Lieder des Waldes ließen ihre müden Beine tanzen. Gefangen von der Schönheit ruhte und rastete sie nicht.
Als die Nacht hereinbrach, war sie völlig erschöpft und wollte sich schlafen legen. Sie fand einen Platz auf einer Lichtung, dort konnte sie den vertrauten Nachthimmel sehen. Sie schloss die Augen und versuchte zu schlafen, doch da fiel ihr auf, dass die Geräusche des Waldes nicht verstummten, im Gegenteil: Sie änderten sich. Die Grillen schienen übermäßig laut, das Rauschen der Blätter beinahe bedrohlich. Unheimliche Vögel mit riesigen, glühenden Augen gaben klagende Laute von sich und in der Ferne erklangen die Stimmen eines heulenden Chors. So lag sie wach und lauschte und je länger sie lauschte, umso mehr Stimmen nahm sie wahr. Das verwirrte sie, und ihre Ohren begannen zu schmerzen. Aufgeregt stand sie auf und ging zwischen den Bäumen umher, doch sie fand keinen Ort, an dem es still war. Nach langem Suchen und Herumirren im Wald brach der Morgen an und die großen, unheimlichen Vögel wichen hunderten kleinen Vögeln, die ausgelassen den neuen Tag begrüßten. Unausgeschlafen und verwirrt, begann die Kuh die Gesänge des Waldes zu verabscheuen. Gab hier denn nie jemand Ruhe? Immer mehr wuchs ihre Abscheu. Schließlich verließ sie den Wald. Sie lief und lief und lief, bis sie an ihrer alten Wiese angekommen war. Es hatte sich nichts verändert, nur das Gras an ihrem Liegeplatz hatte sich ein wenig aufgerichtet. Sofort schlief sie ein und sie träumte nichts und als sie aufwachte, begann sie zu fressen.
Sie folgte einem schattigen Pfad zwischen die Bäume. Alles war voller Leben. Es gab Vögel, Insekten, Mäuse und andere größere Tiere, die sie nicht kannte. Der Wald war erfüllt von Geräuschen, der Wind entlockte den Baumkronen seltsame Lieder, die Vögel sangen dazu im Geäst. Bienen und schillernde Fliegen schwirrten summend durch die Luft, Grillen zirpten, Laub und vertrocknete Äste knirschten bei jedem Schritt. Die Kuh ging umher und staunte, die Lieder des Waldes ließen ihre müden Beine tanzen. Gefangen von der Schönheit ruhte und rastete sie nicht.
Als die Nacht hereinbrach, war sie völlig erschöpft und wollte sich schlafen legen. Sie fand einen Platz auf einer Lichtung, dort konnte sie den vertrauten Nachthimmel sehen. Sie schloss die Augen und versuchte zu schlafen, doch da fiel ihr auf, dass die Geräusche des Waldes nicht verstummten, im Gegenteil: Sie änderten sich. Die Grillen schienen übermäßig laut, das Rauschen der Blätter beinahe bedrohlich. Unheimliche Vögel mit riesigen, glühenden Augen gaben klagende Laute von sich und in der Ferne erklangen die Stimmen eines heulenden Chors. So lag sie wach und lauschte und je länger sie lauschte, umso mehr Stimmen nahm sie wahr. Das verwirrte sie, und ihre Ohren begannen zu schmerzen. Aufgeregt stand sie auf und ging zwischen den Bäumen umher, doch sie fand keinen Ort, an dem es still war. Nach langem Suchen und Herumirren im Wald brach der Morgen an und die großen, unheimlichen Vögel wichen hunderten kleinen Vögeln, die ausgelassen den neuen Tag begrüßten. Unausgeschlafen und verwirrt, begann die Kuh die Gesänge des Waldes zu verabscheuen. Gab hier denn nie jemand Ruhe? Immer mehr wuchs ihre Abscheu. Schließlich verließ sie den Wald. Sie lief und lief und lief, bis sie an ihrer alten Wiese angekommen war. Es hatte sich nichts verändert, nur das Gras an ihrem Liegeplatz hatte sich ein wenig aufgerichtet. Sofort schlief sie ein und sie träumte nichts und als sie aufwachte, begann sie zu fressen.
Westley - 15. Jun, 20:32
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 995 mal gelesen
@Westley zu Ausflug
zu ihren Füßenund dem Himmelüber ihren Hörnern. Der Wind flüsterte ihr Träume von Liebe und Abenteuern zuund sie begann sich zu sehnen. Vor lauter Sehnsucht konnte sie nicht mehr schlafen und auch nicht mehr fressen. Eines Morgenswar ihre Sehnsucht so groß, dass siebeschloss sie deshalb, auf Wanderschaft zu gehen. Sie lief und lief und lief und es gab nichts außer Himmel und Wiese. Als sie so lange gegangen war, dass sie entkräftet zu Boden sank, sah sie am Horizont einen Baum. Sie stemmte sich hoch und lief darauf zu. Je näher sie kam, desto mehr Bäume konnte sie ausmachen.Und bBald war da ein ganzer Wald.Sie folgte einem schattigen Pfad zwischen die Bäume. Alles war voller Leben. Es gab Vögel, Insekten, Mäuse und andere größere Tiere, die sie nicht kannte. Der Wald war erfüllt von Geräuschen
:kitschig: „war erfüllt von“
, der Wind entlockte den Baumkronen seltsame Lieder
schöner wäre z.B.: „der Wind zog seltsame Lieder aus den Baumkronen“
, die Vögel
sangen dazubegleiteten sie im Geäst. Bienen und schillernde Fliegen schwirrtensummenddurch die Luft, Grillen zirptenna, was auch sonst?
, Laub und vertrocknete Äste knirschten
beiunter jedem Schritt. Die Kuh ging umher und staunte, die Lieder des Waldes ließen ihre müden Beine tanzen: s e h r kitschig, auch wenn es eine Kindergeschichte ist.
. Gefangen von der Schönheit ruhte und rastete sie nicht.
: Das geht nun g a r nicht. „Von Schönheit gefangen nicht Rast noch Ruh“...
Als die Nacht hereinbrach
: auch das ist eine sehr abgegriffene Stanze: Immer bricht die Nacht herein...
, war sie völlig erschöpft und wollte sich schlafen legen. Sie fand einen Platz auf einer Lichtung, dort konnte sie den vertrauten Nachthimmel sehen. Sie schloss die Augen und versuchte zu schlafen, doch da fiel ihr auf, dass die Geräusche des Waldes nicht verstummten
Erzählerischer sein! „Kaum hatte sie die Augen geschlossen, da merkte sie...“
, im Gegenteil: Sie änderten sich. Die Grillen schienen übermäßig laut
Die Sonne scheint, Grillen scheinen nicht. Und stellen Sie sich mal ein lautes Scheinen des Sonnenlichts vor. Das ist im Deutschen schon ein Standardfehler: etwas scheint laut, wo gemeint ist, etwas scheine laut zu sein.
, das Rauschen der Blätter beinahe bedrohlich. Unheimliche Vögel mit riesigen, glühenden Augen gaben klagende Laute von sich und in der Ferne erklangen die Stimmen eines heulenden Chors. So lag sie wach und lauschte und je länger sie lauschte, umso mehr Stimmen nahm sie wahr. Das verwirrte sie, und ihre Ohren begannen zu schmerzen.
:Ungewollt komisch. Mittelohrentzündunf?
Aufgeregt stand sie auf und ging zwischen den Bäumen umher
:Das klingt jetzt mehr nach einem Menschen, jedenfalls gar nicht mehr nach einer Kuh („ging umher“)
, doch sie fand keinen Ort, an dem es still war.
Nach langem Suchen und Herumirren im WaldEndlich brach der Morgen an und die großen, unheimlichen Vögel wichen hunderten kleinen Vögeln, die ausgelassen den neuen Tag begrüßten. Unausgeschlafen und verwirrt, begann die Kuh die Gesänge des Waldes zu verabscheuen. Gab hier denn nie jemand Ruhe?Viel zu kindlicher Satz!:
Immer mehr wuchs ihr
eAbscheu. Schließlich verließ sie den Wald. Sie lief und lief und lief, bis sie an ihrer alten Wiese angekommen war. Es hatte sich nichts verändert, nur das Gras an ihrem Liegeplatz hatte sich ein wenig aufgerichtet. Sofort schlief sie ein und sie träumte nichts und als sie aufwachte, begann sie zu fressen.