Jemand spricht mit seinem Hund,Aufgabe 3 von der "alten"Seite
(Älterer Herr mit ergrautem Haar, sitzend auf einer Parkbank. Neben ihm sein Dackel, Waldi, seine Hundeaugen auf sein Herrchen gerichtet, fast so als ob er zuhöre.
Der ältere Herr tief in Gedanken versunken)
(seufzt)
“Ach Waldi, immer das selbe… (streichelt dem Hund liebevoll über den Kopf)
Tagein,tagaus dieser Park… und diese Bank.
Seit zehn Jahren sitzen wir zwei nun schon Nachmittag für Nachmittag hier. Und doch ist nichts mehr wie es einmal war!
(seufzt erneut)
Einmal als Helga noch bei dir und mir war…
(”Waldi” winselt, fast so als ob er die Trauer seiner Herrchens spüren würde. Der ältere Herr fährt fort)
Still ist es bei uns geworden,was?
Es scheint mir so, als ob selbst du Helga vermissen würdest und von Tag zu Tag, bis auf ein Winseln ab und zu, ruhiger werden würdest!
Hach,aber vielleicht ist das auch nur das Alter, das sich bemerkbar macht…
DU bist halt auch nicht mehr der Jüngste,was Waldi?
Das Gehen fällt nicht mehr so leicht, bei’ m Rennen schmerzt die Hüfte und die Weibchen?
Tja, (fährt sich durch sein schütteres Haar) die erscheinen einem alle viel jünger und unerreichbar,was?
(”Waldi” erhebt sich mühsam und schaut, so scheint es, sein Herrchen erwartungsvoll an)
Ja,ja… Du hast ja Recht, du liebes Kerlchen, hauptsache wir haben uns noch.
Warte! (Steht ebenfalls schwerfällig auf) Die Sonne ist ja schon untergegangen.
Komm! Lass uns nach Hause gehen!
(Der ältere Herr und “Waldi” gehen)
Der ältere Herr tief in Gedanken versunken)
(seufzt)
“Ach Waldi, immer das selbe… (streichelt dem Hund liebevoll über den Kopf)
Tagein,tagaus dieser Park… und diese Bank.
Seit zehn Jahren sitzen wir zwei nun schon Nachmittag für Nachmittag hier. Und doch ist nichts mehr wie es einmal war!
(seufzt erneut)
Einmal als Helga noch bei dir und mir war…
(”Waldi” winselt, fast so als ob er die Trauer seiner Herrchens spüren würde. Der ältere Herr fährt fort)
Still ist es bei uns geworden,was?
Es scheint mir so, als ob selbst du Helga vermissen würdest und von Tag zu Tag, bis auf ein Winseln ab und zu, ruhiger werden würdest!
Hach,aber vielleicht ist das auch nur das Alter, das sich bemerkbar macht…
DU bist halt auch nicht mehr der Jüngste,was Waldi?
Das Gehen fällt nicht mehr so leicht, bei’ m Rennen schmerzt die Hüfte und die Weibchen?
Tja, (fährt sich durch sein schütteres Haar) die erscheinen einem alle viel jünger und unerreichbar,was?
(”Waldi” erhebt sich mühsam und schaut, so scheint es, sein Herrchen erwartungsvoll an)
Ja,ja… Du hast ja Recht, du liebes Kerlchen, hauptsache wir haben uns noch.
Warte! (Steht ebenfalls schwerfällig auf) Die Sonne ist ja schon untergegangen.
Komm! Lass uns nach Hause gehen!
(Der ältere Herr und “Waldi” gehen)
der kleine hobbit - 19. Apr, 09:34
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 1258 mal gelesen
@der kleine hobbit zu „Jemand spricht mit seinem Hund“.
Aber mal im Einzelnen, wobei ich die Klammern als Regieanweisungen sehe:
:unnötige Bestimmung, die später im Dialog eh genannt ist. Dann überlegen Sie mal, ob nicht bereits „Waldi““-als-Name das Klischee geradezu festschreibt.
, seine Hundeaugen auf sein Herrchen gerichtet
: was sonst für Augen? Interessant wäre eine nähe Bestimmung, wenn Sie sie z.B. „Schlangenaugen“ nennten; nur dann wäre das sinnvoll.
, fast so als ob er zuhöre
:wenn Konjunktiv, dann bitte korrekt: „zuhörte“; Irrealis.
.
Der ältere Herr tief in Gedanken versunken)
(seufzt)
: „seufzt“ reicht völlig; „tief in Gedanken“ ist unnötig.
“Ach Waldi, immer das selbe
: „dasselbe“ zusammen.
… (streichelt dem Hund liebevoll über den Kopf)
Tagein,tagaus dieser Park… und diese Bank.
Seit zehn Jahren sitzen wir zwei nun schon Nachmittag für Nachmittag hier
: Wiederholung von „tagaus/tagein“. Wozu?
. Und doch ist nichts mehr wie es einmal war!
: Sehen Sie, schon die nächste völlig abgegriffene Stanze.
(seufzt erneut)
Einmal als Helga noch bei dir und mir war…
(”Waldi” winselt, fast so als ob er die Trauer seiner Herrchens spüren würde. Der ältere Herr fährt fort)
D a s jetzt ist schön, weil es etwas von dem alten Mann spüren läßt:
Still ist es bei uns geworden,was?
Aber das Folgende ist überabstrahiert für einen so „einfachen“ Menschen:
Es scheint mir so, als ob selbst du Helga vermissen würdest und von Tag zu Tag, bis auf ein Winseln ab und zu, ruhiger werden würdest!
Hach
: „Hach“ ist g a r nicht gut, weil es karikiert. Nehmen Sie Ihre Figuren ernst, i m m e r, das ist enorm wichtig!
,aber vielleicht ist das auch nur das Alter, das sich bemerkbar macht…
DU bist halt auch nicht mehr der Jüngste,was Waldi?
Das Gehen fällt nicht mehr so leicht, bei’ m Rennen schmerzt die Hüfte und die Weibchen?
: Vorsicht Grammatik! Es schmerzen ja wohl nicht die Hüften und die Weibchen...
Tja, (fährt sich durch sein schütteres Haar) die erscheinen einem alle viel jünger und unerreichbar, was?
: Wieso „scheinen“? Außerdem sind es keine Sonnen, will sagen: etwas scheint zu sein; wenn es hingegen „scheint“, dann sendet es Licht aus. Ein Fehler, der permanent gemacht wird, auch von Leuten, die's besser wissen; reine Schlamperei.
(”Waldi” erhebt sich
: „erhebt sich“ ist hier ein bißchen komisch, weil es „auf zwei Beine“ assoziieren läßt.
mühsam und schaut, so scheint es
: hier stimmt „scheint“, wegen des „es“ nämlich.
, sein Herrchen erwartungsvoll an)
Ja,ja… Du hast ja Recht, du liebes Kerlchen, Hauptsache wir haben uns noch.
Warte! (Steht ebenfalls schwerfällig auf) Die Sonne ist ja schon untergegangen.
Komm! Lass uns nach Hause gehen!
(Der ältere Herr und “Waldi” gehen)